1. Gedanke "das Rätsel der Schönheit"

Wer über Schönheit nachdenkt, sollte zum Philosophen Immanuel Kant zurück. Nach Kant ist Schönheit keine objektive Eigenschaft der Dinge, sondern eine Art, wie uns gewisse Dinge erscheinen. Aber nicht alles, was uns gefällt, ist schön. Das «Wohlgefallen» müsse «interesselos» sein, meint Kant: Wenn uns eine Rose gefällt, weil sie das Geschenk einer geliebten Person ist, oder wir das Äußere einer Person ansprechend finden, weil wir sie begehren, dann ist ein Interesse im Spiel. Schönheit sei eine «Zweckmäßigkeit ohne Zweck»: Das Schöne erfülle keinen äußeren Zweck, sondern bilde ein in sich stimmiges, harmonisches Ganzes, dem man nichts hinzufügen oder wegnehmen kann. Das wusste bereits der italienische Architekt Leon Battista Alberti.

2. Gedanke "bin ich schön?"

Ein prüfender Blick in den Spiegel, ein Griff in die Frisur, noch etwas Rouge für die Wangen: Der Wunsch zu gefallen ist uralt und hält uns ein Leben lang auf Trab. Was oder wer aber ist schön? Ist, was schön ist, auch gut? Wie weit treibt uns das Diktat der Schönheit?

Zurück
 
 
Powered by Phoca Gallery
© 2019 Lorenz Nickel